Historie

Auszüge aus der Festschrift zum 50jährigen Jubiläum
(27. April 2008)

50 Jahre Kolpingmusikkapelle Ludwigshafen – Oggersheim
( 1958 – 2008 )

Die Musik schließt dem Menschen ein
unbekanntes Reich auf, eine Welt, die
nichts gemein hat mit den äußeren Sinnen –
Welt, die ihn umgibt und in der er alle
bestimmten Gefühle zurücklässt, um
sich einer unaussprechlichen Sehnsucht
hinzugeben.

E.T.A. Hoffmann

Diese Sehnsucht und das Wirken im Geiste und Auftrag Adolph Kolpings führte am

16. Februar 1958

zur Gründung der Kolpingkapelle Ludwigshafen-Oggersheim.

Einige junge Kolpingbrüder, die bereits ein Instrument spielten oder sich bereit erklärten es zu erlernen, waren bereit, die Mühen der Gründung einer Blaskapelle auf sich zu nehmen. Trotz des spürbaren ersten Wirtschaftsaufschwungs nach dem verheerenden 2. Weltkrieg war es zu dieser Zeit immer noch schwierig, die finanziellen Mittel für den dauerhaften Bestand der Kapelle aufzubringen.

Nur durch großzügige Spenden und zinslose Darlehen konnten die ersten Instrumente im Wert von 6000, - DM gekauft werden.

Kolpingbruder Alfons Gary aus Ludwigshafen wurde als erster Dirigent gewonnen. Ihm gelang es mit viel persönlichem Engagement und Einfühlungsvermögen zusammen mit den jungen Musikern ein kleines Repertoire durch intensive Proben zu erarbeiten. Erste Auftritte der jungen Kapelle zeigten, dass man sich auf dem richtigen Weg befand.

Dieser Phase der Konsolidierung folgte ab dem Jahr 1969 ein stetiger Aufschwung sowohl was die Anzahl der Musiker als auch die musikalische Qualität betrifft.

Pfarrer Arno Knöll, ein begeisterter und vielseitig begabter Musiker und Arrangeur, erweiterte das musikalische Programm und führte neue Formen der Probenarbeit in der Kapelle ein.

Über 300 Kirchenlieder hat er speziell für die Kapelle gesetzt und arrangiert, so dass immer häufiger Auftritte im kirchlichen Bereich innerhalb der Diözese Speyer die Folge waren.

Da Pfarrer Arno Knöll junge Musiker und ab den 70er Jahren auch Musikerinnen selbst ausbildete, wuchs die Zahl der Mitglieder der Kapelle sprunghaft an.

Zum 25-jährigen Jubiläum im Jahr 1983 spielten im Orchester 40 Musikerinnen und Musiker.

Durch die systematische Orchesterschulung gelang es die Tonreinheit, Aussprache und Klangschönheit zu verbessern. Die Kolpingkapelle war seit dieser Zeit ein gefragter Begleiter vieler weltlicher und kirchlicher Ereignisse.

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25jähriges Jubiläum am 25.06.1983

Nach 20 Jahren hat Pfarrer Arno Knöll  1989 den Taktstock an Karl Reichert, den ehemaligen Solotrompeter der  Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland – Pfalz, übergeben. Dem begnadeten Musikpädagogen gelang es mit seiner inspirierenden und motivierenden Art  - verbunden mit großem pädagogischen Geschick und einer unendlichen Geduld – die Musikerinnen und Musiker zu begeistern und die musikalischen Stilrichtungen auszuweiten.

Musical,- Opern - und Operettenmelodien wurden und werden erarbeitet und bilden bis heute den Höhepunkt der vielbeachteten Jahreskonzerte der Kapelle. Dadurch gelang es sich einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren und für moderne Blasmusik auch in ihrer symphonischen Form zu werben und sich dauerhaft im kulturellen Leben der Stadt Ludwigshafen zu etablieren.

Neue Formen der Kooperation mit anderen Blasorchestern aus der Region wurden erprobt und führten auch zu gemeinsamen Konzerten.

Die Zukunft der Kapelle wird davon abhängen, ob es gelingt, Formen der Zusammenarbeit mit allgemeinbildenden Schulen und kommunalen Musikschulen aufzubauen, um gut ausgebildete junge Musikerinnen und Musiker zu gewinnen.
Durch die gesellschaftlich, pädagogisch und politisch höchst problematische und umstrittene Verkürzung der Zeit am Gymnasium bis zum Abitur auf 8 Jahre, wird dies aber ein sehr schwieriges Unterfangen werden.

Aber durch das hohe persönliche Engagement von Personen wie Karl Reichert, Arno Knöll, der weiterhin als Notenwart und Arrangeur zur Verfügung steht und den jeweiligen Geschäftsführern der Kolpingkapelle Ludwigshafen–Oggersheim wird die musikalische Qualität gewährleistet bleiben und es gelingen, Menschen für und durch die Musik zu begeistern.

Denn bereits Richard Wagner sagte im 19. Jahrhundert:

Die Musik spricht nicht die Leidenschaft,
die Liebe, die Sehnsucht dieses oder
jenes Individuums in dieser oder jener
Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe,
die Sehnsucht selbst.

Joachim Fahrnbach                       

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Kolpingmusiker und Gastmusiker vor dem Jubiläumskonzert am  27. April 2008

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40jähriges Jubiläum im Mai 1998

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1. öffentlicher Auftritt im Oktober 1958

Erste Musiker der Kolpingmusikkapelle 1958

Am 16.02.1958, dem Gründungstag bestand die Kolpingmusikkapelle aus  folgenden Musikern:

Gary Alfons † (Dirigent)
Paris Heinz †
Beringer Karl-Heinz
Paris Karl (noch aktiv)
Krahn Herbert
Reiß Karl-Heinz
Kreitner Bruno
Scheid Rainer
Löcher Pius †
Stauder Franz
Messemer Theo †
Wendel Gerhard (noch aktiv)
Moos Emil
Wendel Walter (noch aktiv)
Müller Armin

 

Dirigenten von 1958 bis zum heutigen Tag

Gary Alfons † vom 26. Februar 1958 bis 01. Dezember 1969
Knöll Arnovom 01. Dezember 1969 bis 29. August 1989
Reichert Karlvom 29. August 1989 bis heute
Karl Reichert   von 1989 - 2010
Markus Müller von 2010

Geschäftsführer von 1958 bis zum heutigen Tag

Krahn Herbert von 1958 bis 1967
Wendel Walter von 1967 bis 1972
Pflanz Peter von 1972 bis 1981
Eschli Hans von 1981 bis 1987
Müller Klaus von 1987 bis 1991
Fahrnbach Joachim von 1991 bis 1998
Keck Michael von 1998 bis 2008
Ulrike Bender und Birgit Stauder von 2008 bis heute

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